VW-Chef Diess - US-Zölle könnten Volkswagen Milliarden kosten

Wolfsburg – Der Betriebsrat von Volkswagen lehnt es ab, Altersteilzeitangebote für den geplanten Personalabbau auf die Verwaltung zu begrenzen.

Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert solche Angebot auch die Beschäftigten in der Produktion. “Der Betriebsrat will nicht, dass der Vorstand eine Zwei-Klassen-Belegschaft einführt – die einen bekommen Altersteilzeit, die anderen nicht”, sagte er am Mittwoch auf Anfrage. Volkswagen will die Verwaltung digitalisieren und plant dafür Investitionen von 4,6 Milliarden Euro ein. Durch den Wegfall von Routinearbeiten fallen damit in den Büros bis 2023 etwa 5000 bis 7000 Stellen weg, die durch Vorruhestandsregelungen abgebaut werden sollen.

VW hatte im Rahmen des Zukunftspakts vor zwei Jahren mit dem Betriebsrat den Abbau von netto 14.000 Arbeitsplätzen bis 2020 vereinbart, der sich über alle Bereiche erstreckt. Im Zuge des Umbaus der Werke in Emden und Hannover zu Elektrostandorten fallen in den nächsten Jahren weitere 7000 Stellen weg. Eine Begrenzung der Altersteilzeit auf bestimmte Bereiche gibt es nach Angaben des Betriebsrats bisher nicht.

Das Potenzial der “nächsten drei Geburtenjahrgänge” für die Altersteilzeit in der Verwaltung beziffert VW auf rund 11.000 Mitarbeiter. Daraus liest die Arbeitnehmervertretung, dass Volkswagen die Offerten auf weitere Jahrgänge ausweiten will. Bisher können Beschäftigte der Jahrgänge bis 1961 ein Altersteilzeitangebot erhalten. “Der Vorstand hat sich bisher geweigert, die Jahrgänge nach 1961 für die Altersteilzeit freizugeben, obwohl viele Kolleginnen und Kollegen nach einem langen und harten Arbeitsleben darauf warten”, sagte Osterloh.