Alfa Romeo Racing Fahrer Kimi Räikkönen bestreitet 300. Grand-Prix-Wochenende

300 – nur wenige Fahrer in der Geschichte der Formel 1 haben diese Anzahl an Grand Prix erreicht. Am kommenden Wochenende, beim Großen Preis von Monaco (Sonntag, 26. Mai 2019), knackt Alfa Romeo Racing Fahrer Kimi Räikkönen diese Schallmauer. Nicht, dass der ehemalige Weltmeister viel darauf geben würde. „Das Fahren ist das Einzige, was ich an der Formel 1 mag”, lautet ein legendäres Zitat des 39 Jahre alten Finnen, der nicht von ungefähr den Spitznamen „Iceman” trägt. Auch ein Spezialdesign für seinen Helm aus Anlass seines 300. Grand-Prix-Wochenende sollte niemand von Räikkönen erwarten. „Er beschützt meinen Kopf”, beschreibt er seine rein sachliche Beziehung zum Helm. Und falls die Organisatoren des GP Monaco kurz vor dem Start eine besondere Ehrung von Kimi planen – könnte sein, dass er in diesem Moment gerade keine Zeit hat.

Kimi ist nicht in der Formel 1, um anderen Leuten zu gefallen. Er ist hier, um der Beste zu sein.   

Kimi Räikkönen bestritt sein erstes Formel1-Rennen 2001 in Australien für Sauber. Heute gehört er zu den Ikonen des Sports. Er selbst mag behaupten, 19 Jahre in der Formel 1 – inklusive 21 Grand-Prix-Siege und eine Pause von zwei Jahren – hätten ihn nicht verändert. Die Wahrheit sieht anders aus. Aus dem unerfahrenen Räikkönen mit dem Jungengesicht, der sein erstes Formel-1-Rennen in Melbourne beinahe verpasst hätte, weil er in der Box eingeschlafen war, ist ein Weltmeister und stolzer Familienvater geworden. Verheiratet ist Räikkönen mit Minttu, Mutter der gemeinsamen Kinder Robin und Rianna. Beruflich genießt er die Rolle als Fahrer im Team Alfa Romeo Racing. Ein glücklicher Formel-1-Pilot, der genau das tut, was er am besten kann.

Wir lassen Kimi in Ruhe. Er weiß, was er tut.

Frédéric Vasseur, Teamdirektor Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:

„Die beiden Testtage letzte Woche in Barcelona verliefen vielversprechend. Ich bin sicher, wir sind zurück zu alter Form und haben Schritte in die richtige Richtung getan. Es ist interessant, die Formschwankungen unter den derzeitigen Teams im Mittelfeld zu beobachten. Auf jeder Rennstrecke fangen wir praktisch bei null an. Besonders schwierig ist es, die Reifen ins optimale Temperaturfenster zu bekommen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Wir haben unsere Formkrise hinter uns und gehen gestärkt in das Monaco-Wochenende.”

Kimi Räikkönen (Startnummer 7)

„Alle reden von meinem 300. Grand Prix. Ich bin allerdings mehr an unserer Leistung interessiert. Der Test in Barcelona war wichtig, um unsere Probleme besser zu verstehen. Aber ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, wie gut unser Auto zum Straßenkurs in Monaco passt.”

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99)

„Ich war letzte Woche auf Einladung von Alfa Romeo bei der Oldtimer-Rallye Mille Miglia. Bei dieser Gelegenheit ist mir wieder einmal die unglaubliche Begeisterung von Alfa Romeo für Autos und Motorsport bewusst geworden. Leider verlief der Start in meine erste Formel-1-Saison mit Alfa Romeo Racing nicht ganz so gut wie erwartet. Ich werde weiter hart daran arbeiten und mich darauf konzentrieren, das Blatt zu wenden. Ich weiß, der Erfolg wird kommen – hoffentlich schon in Monaco.”